Deutsche Wertarbeit - Relevanz und Zukunft von »Made in Germany«

Gibt es sie noch, die "Deutsche Wertarbeit"? Gilt Deutschland noch als Land der Innovation und der qualitativ hochwertigen Produkte? Alles über unser neues Trendthema lesen Sie hier in der neuesten Ausgabe unseres Magazins OSCAR.trends.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und freuen uns über Feedback und Anregungen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Friederike von Hegel (Redaktion OSCAR.trends)


    „Made in Germany” heute
  1. Vom Makel- zum Markenzeichen
    Professor Dr. Susanne Hilger (Leiterin der Abteilung für Wirtschaftsgeschichte, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
  2. Beeinflusst „Made in Germany” das Kaufverhalten? Eine wissenschaftliche Betrachtung zur Wirkung der geographischen Herkunft auf das Image einer Marke
    Professor Dr. Christoph Burmann (Leiter des Lehrstuhls für innovatives Markenmanagement, Universität Bremen)
    Christian Becker (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Bremen)
  3. Eine Luxusmarke Made in Germany – Fragezeichen einer authentischen Wirtschaftsberichterstattung
    Dr. Philip Maloney (Assistent der Geschäftsführung, Poggenpohl Möbelwerke GmbH)
  4. „Made in Germany” – Qualitätssiegel im Wandel
    Dr. Jutta Menninger (Partner Valuation & Strategy, PricewaterhouseCoopers AG)
    Professor Dr. Jürgen Häusler (Chairman, Interbrand Central & Eastern Europe)
    Wolfgang von Meibom (Chairman, Bird & Bird)
    Phillip Schilling (Geschäftsführer, Rapp Germany)
    Hartmut Scheffler (Geschäftsführer, TNS Infratest)
  5. Perspektiven und Zukunft
  6. Welche Perspektiven hat die deutsche Industrie nach der Krise?
    Professor Dr. Michael Grömling (Arbeitsbereich Makroökonomische Grundsatzfragen und verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift IW-Trends, Institut der deutschen Wirtschaft Köln)
  7. Hidden Champions – Speerspitze der deutschen Wirtschaft
    Professor Dr. Hermann Simon (Gründer & Chairman, Simon-Kucher & Partners)
  8. Unternehmenskultur und Ethik
  9. Die Ethik deutscher Wertarbeit im internationalen Kontext
    Professor Dr. Dr. Alexander Brink (Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Bayreuth)
    Philipp G. Axt (Gründer und Managing Director des Global Management Consultants Network)
  10. Der Charme deutscher Unternehmen – oder: Was suchen eigentlich arabische Investoren?
    Kommentar von Alexander Krah (Vorstandsvorsitzender Krah AG und Vorstandsmitglieder der Deutsch-Arabischen Gesellschaft)
  11. Fordern, Fördern, Fürsorge – Unternehmenskultur in Deutschland
    Interview mit Ulf Hansen (Partner, ELENXIS Unternehmerberatung GmbH)
    Falco Weidemeyer (geschäftsführender Gesellschafter, Elastic Textile Europe GmbH)
    und Dr. Mathias Becker (Human Resources, Sanofi-Aventis Deutschland GmbH)
  12. Ausbildung und Arbeit
  13. Das deutsche Bildungssystem als Grundlage von diversifizierter Qualitätsproduktion
    Dr. Marius Busemeyer (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung)
  14. Zukunft Meister – Anforderungen und Herausforderungen für eine Stütze der deutschen Wirtschaft
    Oskar Heer (Leiter Arbeitspolitik, Daimler AG)
  15. Bologna – eine Herausforderung an das Recruiting in deutschen Unternehmen
    Friederike von Hegel (Print- und Onlineredaktion, OSCAR GmbH)
  16. Forschung und Innovation
  17. Brain Drain – Deutschland im Wettbewerb um die klügsten Köpfe
    Interview mit Professor Dr Clemens Fuest (Forschungsdirektor und Professor des Centre for Business Taxation, Universität Oxford)
    Professor Dr. Werner Reinartz (Leiter des Seminars für Allgemeine BWL, Handel und Kundenmanagement, Universität zu Köln)
  18. Der Innovationsstandort Deutschland spielt in der internationalen Champions League
    Dr. Peter Strüven (Geschäftsführer und Senior Partner, Boston Consulting Group)
  19. Erforschung neuer Technologien – Investition in die Zukunft
    Interview mit Dr. Thomas Haas (Leiter des Science-to-Business-Centers Biotechnologie der Evonik Industries AG)

Vorwort
Auf der Suche nach Wegen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise kommen weder Unternehmen noch Politik um nachhaltige Strategien für Produktion, Handel und Dienstleistungen herum. Wer sich auf eine solche Suche begibt, wird auf genau die Standards stoßen, für die der Begriff Wertarbeit steht: Innovation, Qualität statt Quantität, Liebe zum Detail, fairer Handel, gerechte Arbeitsbedingungen, ökologische Verantwortung usw. Dadurch wird die »deutsche Wertarbeit« als Trendthema so aktuell wie nie, obwohl sich der Begriff schon seit über hundert Jahren in unserem Wortschatz hält. Wie aber werden Ideale wie Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Ehrlichkeit in Deutschland heutzutage überhaupt noch umgesetzt? Ist Deutschland wirklich noch ein Land der Innovationen und der qualitativ hochwertigen Erzeugnisse? Wir hoffen, Sie mit unserer Begeisterung für diese Themen angesteckt zu haben und wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

    „Made in Germany” heute
  1. Vom Makel- zum Markenzeichen
  2. „Made in Germany” gilt weltweit als Gütesiegel. Das war jedoch nicht immer so – ursprünglich wurde es von der britischen Regierung als „Makelzeichen” eingeführt. Kurz darauf feierten deutsche Produkte plötzlich internationale Erfolge. Dem Mythos von „Made in Germany” geht Professor Dr. Susanne Hilger, Leiterin der Abteilung für Wirtschaftsgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, auf den Grund.

  3. Beeinflusst „Made in Germany” das Kaufverhalten? Eine wissenschaftliche Betrachtung zur Wirkung der geographischen Herkunft auf das Image einer Marke
  4. Die geographische Herkunft hat einen hohen Stellenwert für eine Marke. Viele Unternehmen haben daher bewusst das Gütesiegel „Made in Germany” in ihr Marketing integriert. Inwiefern dadurch ein positives Markenimage beim Kunden aufgebaut werden kann, erläutern Professor Dr. Christoph Burmann und Christian Becker vom Lehrstuhl für innovatives Markenmanagement der Universität Bremen anhand zahlreicher Praxisbeispiele.

  5. Eine Luxusmarke Made in Germany – Fragezeichen einer authentischen Wirtschaftsberichterstattung
  6. Am Beispiel der Küchenmarke Poggenpohl lässt sich deutlich erkennen, dass der Wert des Gütesiegels „Made in Germany” auch in Zukunft von großer Bedeutung sein wird. Eine Reduktion des „Produktionsstandortes Deutschland” auf Marketingaspekte greift dabei deutlich zu kurz, wie Dr. Philip Maloney anschaulich erläutert.

  7. „Made in Germany” – Qualitätssiegel im Wandel
  8. Die folgenden Standpunkte sowie die Erkenntnisse einer aktuellen TNS Infratest-Umfrage sind ausgewählte Ergebnisse einer Fachveranstaltung des F.A.Z.-Instituts, dem Deutschen Marken-Summit »Made in Germany«. Zu diesem Forum am 16. und 17. Juni 2009 hatten F.A.Z.-Institut und die Mitveranstalter Bird & Bird, DDB Group Germany, Deutsche Telekom, Interbrand, PricewaterhouseCoopers und TNS Infratest 150 Unternehmensvertreter nach Berlin geladen.

    Perspektiven und Zukunft
  9. Welche Perspektiven hat die deutsche Industrie nach der Krise?
  10. Infolge der globalen Krise, durch die in erster Linie in Deutschland die exportorientierte Industrie unter enormen Druck kam, wird das »Geschäftsmodell Deutschland« auf den Prüfstand gestellt. Die deutschen Unternehmen sollten – so die Kritiker – weniger von der globalen Nachfrage abhängig sein und vielmehr in heimischen Gefilden ihr Glück suchen. Dem widerspricht Professor Dr. Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln.

  11. Hidden Champions – Speerspitze der deutschen Wirtschaft
  12. Unbekannte Weltmarktführer sind in Deutschland besonders stark vertreten. Ob Profi- Kameras, flexible Hundeleinen oder Fischfutter, in zahlreichen Märkten kommen die Weltmarktführer aus der deutschen Provinz. Was macht diese Hidden Champions so erfolgreich? Was machen sie anders als Großunternehmen? Fast alles! Und damit fahren sie selbst in der Krise gut, wie Managementdenker Professor Dr. Hermann Simon erläutert.

    Unternehmenskultur und Ethik
  13. Die Ethik deutscher Wertarbeit im internationalen Kontext
  14. Produkte und Dienstleistungen mit dem Siegel »Made in Germany« werden weltweit geschätzt. Aber was zeichnet eigentlich ihre besondere Qualität aus? Philipp G. Axt und Professor Dr. Dr. Alexander Brink vom Global Management Consultants Network sehen gerade in der Ethik deutscher Wertarbeit die unique selling proposition, die – ernstgenommen – brillante Perspektiven eröffnet für die Zeit post recessionem.

  15. Der Charme deutscher Unternehmen – oder: Was suchen eigentlich arabische Investoren?
  16. Momentan ist es in deutschen Unternehmen en vogue, nach arabischen Investoren zu suchen, um die aktuelle Finanz- und Liquiditätssituation zu verbessern. Das zeigen deutlich die Beispiele Daimler, Porsche, Ferrostaal etc. Warum uns erst Araber an das Prädikat und Alleinstellungsmerkmal „Made in Germany” erinnern müssen, fragt sich Alexander Krah, Vorstandsvorsitzender der Krah AG und Vorstandsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft.

  17. Fordern, Fördern, Fürsorge – Unternehmenskultur in Deutschland
  18. Unternehmenskultur ist in erster Linie ein komplexes Wertesystem, dass sich zwischen Führung, Team und Individuum ständig entwickelt, aber auch über Generationen weitergetragen wird. Was genau die deutsche Unternehmenskultur ausmacht, wie man sie managen kann und welch wichtige Rolle Führung dabei spielt, darüber diskutierte OSCAR.trends mit Ulf Hansen, Partner der ELENXIS Unternehmerberatung GmbH, Falco Weidemeyer, dem geschäftsführenden Gesellschafter der mittelständischen Elastic GmbH und Dr. Mathias Becker, Director of Global Change Management der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH.

    Ausbildung und Arbeit
  19. Das deutsche Bildungssystem als Grundlage von diversifizierter Qualitätsproduktion
  20. Das System der betrieblichen Berufsausbildung hat wesentlich zum Erfolg des deutschen, auf den Export von Hochqualitätsgütern spezialisierten Produktionsmodells beigetragen. Allerdings werden auch die Nachteile eines zu einseitig auf die betriebliche Erstausbildung ausgerichteten Modells immer deutlicher. Dr. Marius Busemeyer vom Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung weist auf den Reformbedarf des Bildungssystems hin.

  21. Zukunft Meister – Anforderungen und Herausforderungen für eine Stütze der deutschen Wirtschaft
  22. Oskar Heer, Leiter der Arbeitspolitik bei der Daimler AG, unternimmt eine genaue Betrachtung der Funktion des Meisters in Unternehmen und lenkt die Aufmerksamkeit auf verschiedene Fragen, insbesondere diejenige, wie diese Position trotz der Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die Globalisierung stark bleiben kann.

  23. Bologna – eine Herausforderung an das Recruiting in deutschen Unternehmen
  24. Die Umstellung des Hochschulsystems, die in Europa derzeit in vollem Gange ist, verlangt auf Seiten des Recruitings im Unternehmen nach Anpassungsstrategien. Eine aktuelle Studie der OSCAR GmbH diente als Grundlage für verschiedene Handlungsempfehlungen, anhand derer sich Unternehmen auf die Absolventen der neuen Studiengänge vorbereiten können.

    Forschung und Innovation
  25. Brain Drain – Deutschland im Wettbewerb um die klügsten Köpfe
  26. Seit einiger Zeit wird in Deutschland darüber geklagt, dass viele der forschungsstärksten Wissenschaftler, insbesondere in den Wirtschaftswissenschaften, an ausländische Forschungsstätten abwandern. Sollte man versuchen, die besten Köpfe im eigenen Land zu halten und wenn ja, wie? Professor Dr. Clemens Fuest hat selbst im vergangenen Jahr Deutschland für eine Stelle in Oxford verlassen – Professor Dr. Werner Reinartz hingegen forschte lange Jahre im Ausland und kam 2007 zurück. Wir haben mit beiden diskutiert.

  27. Der Innovationsstandort Deutschland spielt in der internationalen Champions League
  28. Deutschland gilt nach wie vor und zu Recht als Land der bahnbrechenden Ideen und der brillanten Köpfe. Erfolgreiche Innovationen prägen die deutsche Wirtschaft: von der Erfindung des Buchdrucks bis zur MP3-Technologie. Insbesondere wenn man den Vergleich der in Deutschland angemeldeten Patente im Verhältnis zu den Patenten anderer Nationen noch zusätzlich um die Bevölkerungszahlen adjustiert, spielt der Innovationsstandort Deutschland in der internationalen Champions League. Dies zeigte die Ende 2006 veröffentlichte BCG-Studie »Innovationsstandort Deutschland – quo vadis«. Dr. Peter Strüven, Senior Partner und Managing Director, führt diese aus.

  29. Erforschung neuer Technologien – Investition in die Zukunft
  30. Gerade im Bereich der innovativen Technologien wie der Biotechnologie sollte Deutschland in Zukunft stärker Förderungsschwerpunkte setzen. Wie genau das passieren kann und wie Deutschland seine Innovationsstärke noch ausbauen kann, darüber sprachen wir mit Dr. Thomas Haas, Leiter des Science-to-Business Center Biotechnology der Evonik Degussa GmbH.

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